Die Verbreitung und der Bekanntheitsgrad der türkischen Döner ist ja - wie alle wissen - international. Es gibt vielleicht in Deutschland mehr Döner Buden als in der Türkei (das könnte ich mir wirklich vorstellen). Wo es türkische Migranten gibt, da gibt es bekanntlich auch Döner.

Nicht nur der Verkauf sondern der Einkauf des Fleisches zur Herstellung der Dönerspieße ist international. Es machen sich jetzt Nachrichten im Gammelfleisch-Skandal breit, wo das Fleisch angeblich aus Brasilien kommt

Von dort aus soll es über Malta illegal nach Deutschland eingeführt worden sein. Möglicherweise, so die Vermutung der Staatsanwaltschaft in Itzehoe, wurde das Fleisch als ungenießbare Kategorie-3-Ware bezogen und dann von einem inzwischen bekannten Zwischenhändler als lebensmitteltauglich weiter verkauft. (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag)

Der türkischstämmige Dönerproduzent hatte dieses Fleisch gekauft, Etiketten abgeändert und wieder auf den Markt geworfen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Es ist doch grausam, was man aus dem King des Fast Foods gemacht hat oder machen will. Die leidenschaftliche Speisung des Königs ist inzwischen mit jedem Biss ein Schmerz. Es tummeln sich wirre Fragen im Kopf herum:

Esse ich einen brasilianischen Kalb aus dem letzten Jahrhundert oder eher einen Schwein?

An alle Dönerproduzenten:

Respekt vor dem König und vor dem Konsumenten.